Wetab 32GB-UMTS mit Kubuntu

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Kubuntu 11.10 auf dem WeTab 32GB/UMTS

In diesem Artikel möchten wir unsere Erfahrungen mit der Einrichtung von Kubuntu 11.10 [1] auf dem Wetab in der 32GB/UMTS-Variante [2] teilen. Obgleich das Tablet bei seinem Start im April 2010 von vielen Seiten wegen Problemen mit Hardware und Betriebsystem verlacht wurde, konnten wir uns davon überzeugen, dass sich Kubuntu mit einem vertretbaren Aufwand gut auf dem Tablet nutzen lässt. Nicht zu vergessen ist hier der relativ geringe Preis des Tablets und seine gute Hardwareausstattung.

Die Arbeiten außerhalb des Tablets (BIOS-Update-Stick erstellen,...) wurden ebenfalls auf einem Kubuntu 11.10 durchgeführt. Im Folgenden beschreiben wir die Schritte, die uns zum Erfolg bei der Einrichtung geführt haben.

Uns hat seinerzeit das folgende YouTube-Video in der Entscheidung bestärkt, dem WeTab eine Chance zu geben: [3].

Und noch ein letztes Wort vorweg: Keine Angst vor diesem langen Artikel. Ein lauffähiges und gut nutzbares Kubuntu erhält man innerhalb von geschätzten ein bis zwei Stunden - der Rest ist "Kür" :-)

Inhaltsverzeichnis

Disclaimer

Wie bei allen Arbeiten am System und vor allem am BIOS sollte man seinen gesunden Menschenverstand anwenden. Am besten man arbeitet zu zweit, damit man keine Flüchtigkeits- oder Genervtheitsfehler macht.

Wir möchten ausdrücklich jegliche Verantwortung für Schäden, die aufgrund dieser Anleitung entstehen, von uns weisen - wir beschreiben nur, wie es für uns funktioniert hat.

Zum Zwecke von Verbesserungsvorschlägen und sonstigen Hinweisen würden wir uns sehr über Rückmeldung per Mail freuen!

Typografischer Hinweis

Es werden im Laufe des Tutorials Kommandozeilenein- und ausgaben dargestellt. Wenn in einem Listing sowohl Ein- wie auch Ausgaben auftauchen, dann wird den Eingaben das Symbol $ vorangestellt, also etwa so:

$ pwd
/home/roland

Im anderen Fall werden nur die Eingaben dargestellt:

sudo apt-get update

An manchen Stellen mag der angemeldete Benutzer auftreten, das ist in diesem Falle roland:

$ whoami                                                                                                                                         
roland

Erfahrungsberichte

Wetab im Studium

Ich, Roland Kluge, setze das Wetab unter anderem auch als Arbeitswerkzeug im Studium ein und zwar für

  • Vorlesungsmitschriebe und zur
  • Lektüre von Fachliteratur / Durcharbeiten von Foliensätzen.

Zunächst war ich skeptisch, ob man auf dem Tablet tatsächlich so gut schreiben kann, dass es zur Annotation von PDF-Dateien reicht. Nach relativ kurzer Recherche (u.a. auf der Übersichtsseite der Wikipedia [4]) habe ich mich für das freie Programm Xournal entschieden. Sehr gut funktioniert hierbei der Textmarker, der auch eine Linealfunktion bietet, sodass sich Zeilen sehr schnell markieren lassen. Der Stift (Pen) hat mir zu Beginn etwas Probleme bereitet, denn je nach Auflösung der PDF-Datei sind die Linien zum einen ziemlich unterschiedlich breit und zum anderen scheint das Programm natürlich nicht jeden, beliebig klein geschriebenen Buchstaben zu erkennen. Zweiteres tritt vor allem auf, wenn der Stift eigentlich zu fein für die aktuelle Zoomstufe/Auflösung des PDF ist. Abhilfe kann man sich schaffen, indem man einen dickeren Stift wählt; dann reagiert die Zeichenfläche auch wieder besser.

Alles in allem meine ich, dass man von einem Touchscreen nicht erwarten darf, dass man genauso filigran darauf schreiben kann wie auf einem Stück Papier. Macht man sich dies klar, dann sind die erzielbaren Ergebnisse mehr als ausreichend.

Zum zweiten Punkt, dem Lesen von Büchern, ist zu sagen, dass es recht angenehm ist, mit dem Wetab zu lesen. Oft wurde in Rezensionen bemängelt, dass das Gerät ein zu hohes Gewicht habe (ca. 1,0kg). Das mag wahr sein, wenn man den Anspruch hat, das Tablet dauerhaft mit nur einem ausgestreckten Arm zu tragen; positioniert man das Tablet aber auf dem (linken) Unterarm, so kann man trotzdem noch recht komfortabel damit arbeiten. Im Liegen erübrigt sich der Einwand in jedem Fall, da man in dieser Position immer eine Möglichkeit findet, das Wetab bequem abzustellen. Auf diese Weise ist es mir zumindest ohne Probleme möglich mind. eine Stunde zu lesen, ohne dass Beschwerden auftreten.

Ein limitierender Punkt ist sicherlich die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit (siehe unser Versuch weiter unten), sodass man realistischerweise das (zumindest kleine) Ladegerät mitnehmen sollte, falls man in mehreren Veranstaltungen hintereinander Notizen machen möchte.

Wichtig ist natürlich nicht zuletzt, dass man das WeTab im mobilen Einsatz hinreichend schützt, wobei eine Schutzhülle und -folie sich als praktisch erwiesen haben.

Immer bedacht vorgehen bei Updates

Ein Problem, welches nicht nur das WeTab, sondern unserer Erfahrung nach ganz regelmäßig u.a. bei Ubuntu auftritt, ist, dass Updates nicht immer eine Verbesserung zum Guten bedeuten :-). Nach dem letzten "Rundum-Update" (Stand: Februar 2012) kam es häufiger vor, dass das WeTab mit folgender Meldung hängen bleibt:

Jan 30 20:01:39 xxx kernel: INFO: task Xorg:1302 blocked for more than 120 seconds.
Jan 30 20:01:39 xxx kernel: "echo 0 > /proc/sys/kernel/hung_task_timeout_secs" disables this message.

Den Grund haben wir noch nicht gefunden, aber der vorgeschlagene Fix löst das Problem auf jeden Fall zuverlässig. Dieses Problem lässt sich einfach durch ein weiteres Drücken des Power-Buttons beheben, ist allerdings ärgerlich, wenn man nicht bemerkt, dass das Tablet noch läuft und es bereits verpackt.

Kubuntu 11.10 auf Wetab 32GB installieren

Bios aktualisieren

Inhalt
hexedit mit geöffnetem USB-Stick (/dev/sdb) und markierter Disk-Signatur 9D 2A 44 7B

Dieser Schritt ist wahrscheinlich optional. Bei unserem Recherchen bemerkten wir, dass das auf dem Tablet befindliche Bios (Version 125) nicht das aktuellste war. Der erste logische Schritt ist also, ein aktuelles Bios aufzuspielen. Leider war zu diesem Zeitpunkt (Stand: 26. Dezember 2011) nur das alte Bios auf der offiziellen WeTab-Webpräsenz zu finden (siehe Stichpunkt "HowTo – Flash device with WeTab BIOS" unter [5]).

Daher mussten wir das zu dieser Zeit aktuelle Bios in der Version Lucid GE-0133 samt Live-System für den USB-Stick von einer inoffiziellen Quelle beziehen [6]. Dort wird sehr genau beschrieben, wie man den USB-Stick mit einem kleinen Windows 98-System erstellt, mithilfe dessen dann das Update durchgeführt wird.

Aus eigener leidvoller Erfahrung möchten wir hier darauf hinweisen, dass man beim Einfügen des Magic Keys[7], den das alte BIOS benötigt, um den Stick zu booten, unter Linux genau aufpassen sollte, dass man diesen an die richtige Stelle schreibt: Ist der USB-Stick bspw. als /dev/sdb gemountet, dann sollte man auch dieses Device verwenden und nicht eine der Partitionen (also /dev/sdb etc.):

printf "\x9d\x2a\x44\x7b"|dd of=/dev/sdb bs=1 count=4 seek=440

oder alternativ mit dem Programm hexedit, welches standardmäßig nicht installiert ist:

sudo apt-get install hexedit
sudo hexedit /dev/sdb

(und dann die Bytes 0x1B8 bis 0x1BB auf 9D 2A 44 7B setzen).

Den anschließenden Update-Vorgang beschreibt der Autor in einem YouTube-Cast [8]. In der mitgelieferten Bios-Version ist es etwas schwierig, ein Bootmenü zu erhalten, indem man seinen USB-Stick booten kann. Die folgende Vorgehensweise hat sich dabei als sehr zuverlässig bewährt:

  1. Tablet ausschalten
  2. USB-Stick mit BIOS-Update anstecken
  3. externe Tastatur direkt an den anderen USB-Port anschließen (Wir hatten Probleme damit, wenn die Tastatur an einem USB-Hub hing.)
  4. Tablet durch kurzes Drücken der Power-Taste starten
  5. Wenn die blaue LED links oben angeht, Power- und Sensor-Taste gleichzeitig drücken und gedrückt halten.
  6. Gleichzeitig mit hoher Frequenz auf die F11-Taste drücken (manchmal wurde es auch als "wie wild auf F11 hämmern" bezeichnet :-)). Dabei ist darauf zu achten, dass man die beiden Tasten am Tablet rechtzeitig loslässt, bevor sie das WeTab wieder ausschalten. Ein guter Indikator dafür, dass man es richtig gemacht hat ist zum einen, dass die evtl. am USB-Stick vorhandene LED flackert, und zum anderen das Erscheinen des Bootmenüs, in dem man zwischen einem Boot von der Platte ("SSD") oder dem USB-Stick sowie einer EFI-Shell und dem Setupmenü des BIOS wählen kann.

Wählt man nun den USB-Stick aus und bestätigt mit ENTER, dann lädt sich Windows 98 und man kann die Flash-Utility (original: AUTOEXEC.BAT) durch Eingabe des Dateinamens starten. Dieser Vorgang darf natürlich auf gar keinen Fall unterbrochen werden, denn dann ist das BIOS möglicherweise in einem Zustand, der das WeTab in einen ewigen Schlaf verfallen lässt.

Ohne ein unnötiges Wort ist das Update dann nach kurzer Zeit zu Ende und man kann wie gewohnt neu booten. Nun müstsen oben rechts zwei Schaltflächen zu sehen sein (Setup für das BIOS-Setup und BBS für das Boot-Menü), die mittels Touch aktiviert werden können.

Kubuntu vom Live-USB-Stick installieren

Inhalt

Als nächstes kann man schon mit der Installation von Kubuntu beginnen: Wir haben dazu von der Projektseite die CD der 64bit-Dektopvariante heruntergeladen (Torrent: [9]) und mit dem Startmedienersteller einen Live-USB-Stick erzeugt.

Da das neue BIOS keinen Magic Key mehr benötigt, kann man beim nächsten Start direkt die Schaltfläche "BBS" (rechts oben) betätigen und vom Stick booten. Die Installation läuft nun wie bei einem normalen PC ab.

Im Internet gibt es verschiedene Meinungen dazu, ob man nun das Original-Betriebsystem auf der Platte belassen sollte oder ob nicht. Wir haben uns dagegen entschieden das System zu behalten, da man im Zweifel dank des Recovery-Sticks (HowTo – Install WeTab OS with Recovery USB Boot Stick [10]) alle Systemdateien zur Verfügung hat (Archiv: system.tar.bz2 auf dem Stick).

Multitouch einrichten: twofing

Inhalt

Wenn die Installation fertiggestellt ist, dann kann Kubuntu schon erstaunlich viel: Der Touchscreen funktioniert und auch der W-LAN-Adapter funktioniert ohne Weiteres. Ein Problem ist allerdings, dass das System häufig abstürzt, wenn man mit mehr als einem Teil der Hand den Touchscreen berührt. Dieses Problem konnten wir vollständig eliminieren, indem wir das Programm twofing installiert haben. Man stolpert in diesem Zusammenhang auch öfter über den Hinweis auf das Programm utouch, welches wir aber nicht geladen haben und bis heute nicht vermissen.

Nun aber zurück zu twofing. Das Programm wird dankbarerweise von Philipp Merk[11] zur Verfügung gestellt und bewirkt, dass diverse Gesten wie Scrollen, Rechtsklick oder Zoom richtig erkannt werden. Das eigentliche Programm haben wir von [12] bezogen:

wget https://help.ubuntu.com/community/T101MT?action=AttachFile\&do=get\&target=twofing-0.0.9a.tar.gz -O ~/twofing-0.0.9a.tar.gz

twofing hat einige Abhängigkeiten, die man wie folgt in einem Rutsch installiert:

sudo apt-get install build-essential libx11-dev libxtst-dev libxi-dev x11proto-randr-dev libxrandr-dev

Man entpackt nun das Archiv:

cd ~
tar -xzf ./twofing-0.0.9a.tar.gz
cd ./twofing-0.0.9a

Damit der Touchscreen richtig angesprochen werden kann, muss in der Datei 70-touchscreen-egalax.rules die Produkt-ID (original: 480d) angepasst werden:

SYSFS{idProduct}=="72a1"

Diese "vom Himmel fallende" ID kann man auch mit dem Befehl lsusb nachprüfen:

$ lsusb
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 004 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 005 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 006 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 007 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 002 Device 004: ID 12d1:1404 Huawei Technologies Co., Ltd.
Bus 002 Device 005: ID 04f2:b213 Chicony Electronics Co., Ltd
Bus 003 Device 002: ID 0eef:72a1 D-WAV Scientific Co., LtdBus 006 Device 002: ID 0cf3:3005 Atheros Communications, Inc.

Das Programm wird nun gebaut und installiert:

make
make install

Damit twofing bei jedem Systemstart automatisch aktiviert wird, legt man eine Autostart-Datei an:

sudo touch /etc/xdg/autostart/twofing.desktop

mit dem folgenden Inhalt:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=twofing
Exec=twofing --wait
Hidden=false
NoDisplay=false
Comment=start twofing


Nach dem nächsten Neustart des Systems läuft twofing im Hintergrund und zumindest die folgenden Gesten funktionieren, was man unter anderem im Dolphin oder Gwenview testen kann:

AktionGeste
ScrollenZwei Finger parallel (horizontal oder vertikal) bewegen
ZoomenZwei Finger auseinander (hineinzoomen) oder zusammen (herauszoomen) bewegen
RechtsklickZwei Finger tippen an die gewünschte Stelle (von Natur aus leider etwas ungenau)

Virtuelle Tastatur: kvkbd und Florence

Inhalt

KDE bringt systemseitig bereits eine virtuelle Tastatur mit, die wir zunächst eingesetzt haben: kvkbd. Das Programm findet sich im Startmenü unter Dienstprogramme (Utilities).

Ein Nachteil von kvkbd ist, dass ihm im deutschen Layout die Taste für die Zeichen <,>,| fehlt, was bei bestimmten Passwörtern natürlich störend wirkt. Wenn jemand herausfindet, wie man das Layout umstellt, dann wären wir über einen Hinweis sehr dankbar [13].

Aus diesem Grund haben wir die sehr beliebte Bildschirmtastatur Florence[14] erprobt und sehr gute Erfahrungen mit ihr gemacht.

Tastatur für Login

Inhalt

Für den Login ins System verwenden wir weiterhin kvkbd. Um die Bildschirmtastatur automatisch zu starten, muss man die Datei /etc/kde4/kdm/Xsetup bearbeiten und die Zeile

kvkbd -geometry 750x350+5+5 --loginhelper &

einfügen.

Die Optionen haben dabei folgende Bewandnis:

-geometry <width>x<height>+<offset_x>+<offset_y>

verschiebt das Fenster an die angegebenen Kooridnaten, wobei die Position (0,0) wie üblich in der oberen linken Bildschirmecke zu finden ist. Lässt man die Offsets weg, dann wird das Fenster automatisch an den unteren Bildschirmrand bewegt. Wer gerne etwas testen möchte, welche Optionen wohl die geeignetesten sind, kann dies sehr schön mit dem Spaßprogramm xeyes:
xeyes -geometry 100x200+100+100

--loginhelper

bewirkt, dass die Tastatur direkt im Vordergrund geöffnet wird.

&

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber wir sind auch einmal aus Unachtsamkeit darüber gestolpert: Das Programm muss natürlich als Hintergrundprozess gestartet werden, da sonst der Startvorgang des K Desktop Managers (kdm) blockiert wird.

Zu beachten ist, dass die Tastatur als root gestartet wird und daher dessen Regionaleinstellungen verwendet. Diese müssen dementsprechend mittels kdesudo systemsettings unter "Hardware" -> "Eingabegeräte"/"Input Devices" -> "Tastatur"/"Keyboard" im Tab "Layouts" angepasst werden.

Tastatur für den Desktop

Inhalt

Für den Desktop haben wir wie bereits erwähnt Florence im Einsatz. Eine Installationsanleitung findet sich unter [15], allerdings gab es bei uns einige Abweichungen und daher dokumentieren wir hier den konkreten Ablauf:

Abhängigkeiten

Florence hat einige Abhängigkeiten, die wir (fast, s.u.) getreu der Anleitung installiert haben:

sudo apt-get install build-essential libxml2-dev libgconf2-dev \
libglade2-dev libatspi-dev libcairo2-dev gnome-doc-utils librsvg2-dev gettext \
libnotify-dev libxtst-dev intltool libgnome-desktop-dev

In der Originalanleitung wird statt libgnome-desktop-dev das Paket libpanel-applet2-dev verwendet wie uns apt-get beim Versuch gelehrt hat, die Anleitung durchzuführen:

Reading package lists... Done
Building dependency tree       
Reading state information... Done
Package libpanel-applet2-dev is not available, but is referred to by another package.
This may mean that the package is missing, has been obsoleted, or
is only available from another source
However the following packages replace it:
  libgnome-desktop-dev:i386 libgnome-desktop-dev
 
E: Package 'libpanel-applet2-dev' has no installation candidate
Herunterladen und entpacken
cd ~
wget http://sourceforge.net/projects/florence/files/florence/0.5.1/florence-0.5.1.tar.bz2/download -O ./florence-0.5.1.tar.bz2
tar -xjf florence-0.5.1.tar.bz2
cd ./florence-0.5.1.tar.bz2
Installation

Wir haben versucht, Florence zunächst mit Xrecord-Unterstützung (--with-xrecord) zu kompilieren, was wie prognostiziert nicht funktionierte, außerdem mussten wir die Option --without-panelapplet nutzen, was bisher keine Nachteile gezeigt hat.

./configure --prefix=/usr --without-panelapplet
make
sudo make install

Florence wird nun installiert und man findet es praktischerweise bereits im Startmenü unter "Dienstprogramme"/"Utilities".

Beim Starten kann es vorkommen, dass im Systemabschnitt (rechts unten) ein hässliches Dummy-Symbol auftaucht. Startet man florence auf der Kommandozeile, dann manifestiert sich dies wie folgt:

$ florence
Florence version 0.5.1
XRECORD has been disabled at compile time.
 
** (florence:13574): WARNING **: AT_SPI_REGISTRY was not started at session startup.
 
** (florence:13574): WARNING **: Could not locate registry
At-spi registry daemon is not running. XTest extension found: version=2.2; It will be used instead of at-spi.
WARNING: Error loading icon file: /usr/share/pixmaps/florence.svg (Unrecognized image file format) 
(florence:13574): GLib-GIO-CRITICAL **: g_loadable_icon_load: assertion 'G_IS_LOADABLE_ICON (icon)' failed
 
(florence:13574): GLib-GIO-CRITICAL **: g_loadable_icon_load: assertion 'G_IS_LOADABLE_ICON (icon)' failed
 
(florence:13574): GLib-GIO-CRITICAL **: g_loadable_icon_load: assertion 'G_IS_LOADABLE_ICON (icon)' failed
 
(florence:13574): GLib-GIO-CRITICAL **: g_loadable_icon_load: assertion 'G_IS_LOADABLE_ICON (icon)' failed

Das liegt daran, dass eine Bibliothek zum Rendern von SVG fehlt, die wie folgt nachinstalliert wird:

apt-get install librsvg2-common

Über einen Rechtsklick auf das Symbol in der Systemleiste kann man schöne Dinge wie etwa Transparenz oder die Anwesenheit bestimmter Tastengruppen einstellen. Außerdem ist die Tastatur mit den Tasten ausgefüllt, anders als kvkbd, welches Zwischenräume zwischen den Tasten lässt.

Florence als Login-Keyboard

Soweit wir bisher wissen, kann man Florence als Onscreen Keyboard für den Login einsetzen, wenn man den Loginmanager gdm einsetzt[16].

Dies haben wir allerdings noch nicht getestet...

Passwortlose Wiederkehr aus Standby und Ruhezustand: kscreenlocker

Inhalt

In der ersten Fassung des Artikels haben wir eine etwas umständliche Vorgehensweise beschrieben, wie man vermeidet, nach dem Standby um eein Passwort gefragt zu werden. Da diese Vorgehensweise trotzdem recht praktisch ist, um sich beispielsweise beim Übergang in den Ruhezustand in einem Chatprogramm automatisch als "Abwesend" markieren zu lassen, belassen wir die Beschreibung am Ende des Abschnitts.

Bessere Vorgehensweise

Grafik zur Deaktivierung der Passwortanfrage nach Standby oder Ruhezustand

Durch einen Klick auf das Batteriesymbol in der Systemleiste kann man über das Einstellungsmenü direkt auswählen, ob man nach einem Passwort gefragt werden möchte oder nicht, wie auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen ist.


Vorherige Vorgehensweise

Im vorigen Abschnitt haben wir beschrieben, wie man an eine virtuelle Tastatur während des Systemstarts gelangt. Dies funktioniert leider nicht, wenn man das WeTab in den StandBy- oder Winterschlaf-Modus versetzt. Hier übernimmt das Programm kscreenlocker im Ordner /usr/lib/kde4/libexec/ die Kontrolle.

Dieses Programm kann mittels Kommandozeilenoptionen dazu gebracht werden, den Bildschirm zu sperren oder dies zu unterlassen:

$ /usr/lib/kde4/libexec/kscreenlocker --help
Verwendung: kscreenlocker [Qt-Optionen] [KDE-Optionen] [Optionen]
 
...
 
Optionen:
  --forcelock               Sitzungssperre erzwingen
  --dontlock                Nur den Bildschirmschoner starten
  --showunlock              Den Dialog zum Entsperren direkt anzeigen
  --blank                   Nur den Bildschirm schwärzen
  --plasmasetup             Plasma zur Einrichtung ungesperrt starten.
  --daemon                  Nach dem Start in den Hintergrund verzweigen

Ein einfacher Ansatz ist nun, dass wir rabbiat ausgedrückt einen "Man-in-the-Middle"-Angriff starten: Wir benennen das Originalprogramm um (bspw. in kscreenlocker_original), erstellen ein Script mit dem Namen der Originalprogramms und rufen aus diesem Script heraus kscreenlocker_original auf. Das gibt uns die Macht, die Optionen, die an kscreenlocker übergeben werden, zu überprüfen und/oder zu verändern.

Achtung: Das hier sollte man nur durchführen, wenn man selbstsicher genug ist, da man sonst das System beschädigen könnte!

Das konkrete Vorgehen sind nun wie folgt aus:

Das Originalprogramm umbenennen und ein Ersatzskript anlegen. Die untenstehende Version ist die "scharfgemachte", man kann auch die "gesicherte" Version hier herunterladen

#!/bin/bash
#
# Author: Roland Kluge
# Date:	  02 Jan 2012
#
 
parameters=$@
# This strange line replaces all occurrences of '--forcelock' with the empty string
modified_parameters=${parameters//--forcelock}" --dontlock"
 
/usr/lib/kde4/libexec/kscreenlocker_original ${modified_parameters}

UMTS: NetworkManager

Inhalt

Wenn man - wie wir - keine Lust hat, sich zu registrieren und direkt eine Installation von Kubuntu in Angriff nimmt, dann ist das interne 3G-Modem noch deaktiviert. Das lässt sich allerdings leicht beheben. Wir folgen hier der Anleitung unter [17].

Tiitoo-Verwaltungsskript beschaffen

Im Originalsystem gibt es unter /usr/bin eine Reihe von Verwaltungsskripten, die allesamt mit tiitoo beginnen und nützliche Systemfunktionalitäten bereitstellen (W-LAN, Helligkeit einstellen).

Wir benötigen das Skript tiitoo-3g-functions.sh, allerdings in einer gepatchten Version, die erkennt, welches der /dev/ttypUSB* das richtige ist das Skript stammt genau dieser ganze Abschnitt (sinngemäß) von [18] - wir bieten die fertige Datei allerdings auch hier zum Download an.

Man beachte die Anweisungen zu Beginn der Datei.

Modem aktivieren

Bei näherem Hinsehen findet man heraus, dass das Skript aus einer Reihe von Funktionen besteht, von denen wir nun die Funktion set_rf_switch_state nutzen werden:

$ sudo /usr/bin/tiitoo-3g-functions.sh set_rf_switch_state 1
OK

Anschließend muss das System neu gebootet werden, was man zweckdienlicherweise direkt von der offenen Kommandozeile aus machen kann:

shutdown now -r

Einrichtung der UMTS-Verbindung

Einstellungen für mobiles Internet mit Vodafone: So einfach kann UMTS sein!

Nun ist der Rest einfach: Man öffnet den NetworkManager wählt Manage Connections... -> Tab Mobile Broadband -> Add.

Für den Provider unserer Wahl wählten wir natürlich zunächst das einzige vorhandene UMTS-Device, dann Deutschland, Vodafone und nickten den Plan ab. Danach kann man alles, was man angegeben hat, nochmal verändern, was bei uns (abgesehen von den bereits durch den Wizard festgelegten Einstellungen) auf das Folgende hinauslief:

  • Number *99#
  • Username <leer>
  • Password <leer>
  • APN: event.vodafone.de

Aktiviert man nun mit Enable mobile broadband die Verbindung, sollte man im Brower bei Eingabe einer beliebigen URL auf die Vodafone-Seite mit den Tarifen umgeleitet werden.

HDMI

Inhalt

Leider haben wir es bisher noch nicht geschafft, HDMI zum Laufen zu bringen. Anderen ist dies wohl schon gelungen wie dieser sehr hilfreich wirkende Forenthread aus der WeTab-Community zeigt [19]

RoarAudio übernimmt die Kontrolle: Dummy Output

Inhalt
Nach der Deaktivierung von RoarAudio
Fehlender Sound: Nur Dummy Audio steht zur Verfügung!

Nachdem das WeTab direkt nach der Installation noch in der Lage war, Töne (Start- und Abmeldeton von Kubuntu) abzuspielen, ging diese Fähigkeit zunächst unbemerkt verloren, als wir weitere Software hinzufügten. Wie sich später herausstellte, liegt das Problem daran, dass RoarAudio (in Form des Daemons roard) die Kontrolle über die Soundkarte übernommen hatte und PulseAudio daher nur das Ausgabegerät Dummy Output anzeigte.

Das Problem kann man erkennen, wenn man mit dem Programm fuser überprüft, wer gerade die Soundkarte /dev/snd/* benutzt:

$ sudo fuser -v /dev/snd/*
                     USER        PID ACCESS COMMAND
/dev/snd/controlC0:  roard      1135 F.... roard
/dev/snd/pcmC0D0p:   roard      1135 F...m roard
/dev/snd/timer:      roard      1135 f.... roard

Das Problem lässt sich lösen, indem man roard abschießt und den Daemon deinstalliert:

sudo kill 1135
sudo apt-get remove roaraudio

Im KMix sollte nun wieder Internal Audio Analog Stereo stehen und die Soundkarte wird von PulseAudio verwendet:

$ sudo fuser -v /dev/snd/*
                     USER        PID ACCESS COMMAND
/dev/snd/controlC0:  roland     1855 F.... pulseaudio

Dabei sollte man darauf achten, dass tatsächlich nur roaraudio entfernt wird und nicht noch andere Pakete.

KDE touchfreundlicher machen

Inhalt

Nach der Installation ist das Erscheinungsbild von KDE nicht gerade auf die Bedienung mit dem Finger/Stift optimiert. In diesem Abschnitt haben wir ein paar Vorschläge gesammelt, wie man die Benutzerfreundlichkeit erhöhen kann. Wir gehen davon aus, dass wir uns in dem Systemeinstellungen/Systemsettings befinden:

Aktivitäten

Inhalt

Die normale Desktopoberfläche schien uns nicht so geeignet für die Arbeit auf einem Tablet, daher wählten wir die Search and Launch-Aktivität aus, die einem eine Netbook-/Tablet-freundliche Perspektive auf alle Programme erlaubt.

Aktivieren kann man die verschiedenen Aktivitäten mit den drei farbigen Punkten nebem dem KDE-Startsymbol.

Innerhalb der Aktivität ist es dann möglich mit einem Rechtsklick auf den Hintergrund, einzustellen, welche Programme man gerne sehen möchte.

Scrollbalken verbreitern

Inhalt

Die Breite des Scrollbalkens lässt an folgender Stelle einstellen:

Englisch:

Common Appearance and Behavior -> Application Appearance -> Style -> Tab Applications -> Button Configure... -> Tab Scrollbar

Deutsch:

Allgemeines Erscheinungsbild und Verhalten -> Erscheinungsbild von Anwendungen -> Stil -> Tab Anwendungen -> Button Einrichten... -> Tab Bildlaufleiste

An dieser Stelle kann man die Breite ruhig auf das Maximum (Breite 30) setzen. Außerdem ist es nützlich oben und unten jeweils nur 1 Knopf zu haben.

Automatische Tastenwiederholung deaktivieren/verlangsamen

Inhalt

Wie die (Bildschirm-)Tastatur auf einen liegengelassenen Finger reagiert, kann an folgender Stelle einstellen:

Englisch:

Hardware -> Input Devices -> Keyboard -> Tab Hardware

Deutsch:

Hardware -> Eingabegeräte -> Tastatur -> Tab Hardware

Unsere Erfahrung ist, dass man hin und wieder versehentlich zwei Zeichen eingibt, weil man nicht schnell genug mit dem Finger von der virtuellen Tastatur wegkommt. An dieser Stelle kann man die Tastenwiederholung entweder verlangsamen oder ganz abschalten.

Breite Fensterränder

Inhalt

Die Breite der Fensterränder hat Einfluss darauf, wie leicht man ein Fenster vergrößern oder verschieben kann.

Englisch:

Workspace Behavior and Appearance -> Workspace Appearance -> Window Decorations -> Button Configure Decorations...

Deutsch:

Erscheinungsbild und Verhalten der Arbeitsfläche -> Erscheinungsbild der Arbeitsfläche -> Fensterdekoration -> Button Fensterdekorationen Einrichten...

Man kann hier experimentieren, was einem am besten gefällt. Bei der Umrandungsgröße merkt man den Unterschied zwischen den verschiedenen Größen kaum, daher kann man es ruhig mit dem größten oder zweitgrößten probieren. Ähnlich verhält es sich mit der Knopfgröße, die man hier ebenfalls einstellen kann.

Schnellstartelemente weigern sich, gelöscht zu werden

Inhalt
Aktivitäten-Manager mit zwei Aktivitäten, von denen die grün umrandete aktuell gestoppt ist. Aktivitäten lassen sich nur stoppen, falls noch mindestens eine weitere aktiv ist.

Es kann vorkommen, dass man Elemente aus der Schnellstartleiste der Search and Run-Aktivität löschen möchte. Dazu entsperrt man üblicherweise die Widgets über das Arbeitsflächen-Menü am rechten Bildrand (in nebenstehendem Bild rechts oben). Danach kann man die Verknüpfungen per Drag and Drop in einen Mülleimer schieben, der erst auftaucht, falls man ein Element gefasst hat.

Für den Fall, dass dies nicht mehr möglich ist, kann man sich helfen, indem man den Aktivitäten-Manager öffnet ("3 farbige Punkte", unten links im Bild):

  • Wenn nicht bereits geschehen, über das Arbeitsflächen-Menü(oben rechts im Bild) Widgets entsperren.
  • Es müssen dabei mindestens zwei Aktivitäten vorhanden sein (ggfs. temporär eine solche erzeugen).
  • An der Stelle, wo im Bild das rote Kreuz (Löschen) steht, ist bei aktiven AKtivitäten ein Stoppsymbol zu sehen. Betätigt man dieses, erscheint die abgebildete Ansicht.
  • Man startet nun die gerade deaktivierte Aktivität wieder, indem man das Playsymbol anklickt.
  • Nun lassen sich die Schnellstarticons wieder löschen.
  • Nicht vergessen, die Widgets wieder zu sperren, um unbeabsichtigte Veränderung zu verhindern!


Nützliche Programme und Ergänzungen auf dem WeTab

Firefox

Inhalt

Firefox war auf den normalen PCs bisher unser favorisierter Browser. Ein Problem welches auftritt, wenn man ihn auf dem Tablet verwendet, ist, dass die Location Bar (Adressleiste) bei jedem eingegeben Zeichen den Focus auf sich zieht und in der Standardkonfiguration von Firefox, in der 12 Vorschläge angezeigt werden, die Bildschirmtastatur überdeckt wird, wodurch man zunächst wieder die virtuelle Tastatur aktivieren muss. Die folgenden Tipps helfen dabei, den Firefox touchfreundlicher zu gestalten:

Tipp 1: Vorschlagsliste kürzen

Das Problem mit der Überdeckung lässt sich allerdings recht einfach lösen: Man gibt in die Adressleiste about:config ein und trägt bei der Einstellung browser.urlbar.maxRichResults einen kleinen Wert ein, bspw. 4.

Tipp 2: Add-On Speed Dial

Speed Dial mit einigen nützlichen Internetseiten

Das Add-On Speed Dial[20] stattet Firefox mit Schnellwahltasten aus, die man mit seinen Lieblingsseiten versehen kann. Wir haben das Add-On so eingestellt, dass es in jedem leeren Tab aufgeht, sodass man einfach auf das grüne Plus neben dem aktuellen Tab klicken muss und seine Favoriten sehen kann.

Daneben gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, sich seine Lesezeichen oder den Browserverlauf (Chronik) über das Menü Ansicht -> Sidebar anzeigen zu lassen und darin zu suchen.

Tipp 3: Add-On NoScript

Das weitverbreitete NoScript verhindert unter anderem, dass nervende Werbeseiten automatisch geöffnet werden; der Preis, den man dafür zahlt, ist dass man zunächst viele erwünschte Seiten manuell eintragen muss.


Tipp 4: Ignorieren oder wechseln :-)

Erfahrungsgemäß gewöhnt man sich recht schnell daran, jeden Buchstaben doppelt anzutippen.

Ansonsten steht es einem frei, den Webbrowser zu wechseln. Zu nennen sind hier der Rekonq oder Opera, die beide nicht den Focus stehlen. Wir sind zunächst beim Firefox geblieben, da wir zur Synchronisation von Bookmarks das Add-On Xmarks[21] in Verbindung mit einem eigenen Server einsetzen, was im Moment (Stand: Januar 2012) bei keinem der beiden Brower unterstützt wird.

Opera Mobile

Inhalt

Für das MeeGo-Betriebssystem gibt es einen sehr "touchfreundlichen" Browser: Opera Mobile [22] (siehe auch [23]).

Möchte man den Browser unter Kubuntu ausprobieren, dann treten dabei zwei Probleme auf:

  1. Opera Mobile liegt zunächst nur als rpm-Paket vor.
  2. Das Programm ist für i386, also 32-Bit-Architekturen gebaut.

Beides stellt kein wirkliches Problem dar, wie wir im Folgenden beschreiben:

rpm zu deb konvertieren

Einfach

Man kann ein vorbereitetes deb-Paket im Abschnitt Download unter [24] herunterladen.

Sicher

Möchte man nicht auf diese Quelle vertrauen, dann ist der Vorgang dank des Programms alien kein Problem, wenn man auf einem 32-Bit-System arbeitet: Auf einem 64-Bit-System geht das Ganze leider schief:

sudo alien Opera_Mobile-MeeGo-11.00-86.i386.rpm
[...]
Opera_Mobile-MeeGo-11.00-86.i386.rpm is for architecture i386 ; the package cannot be built on this system

Hier hilft wohl unter anderem die Anleitung aus dem pc-freak.net Blog [25], die aber leider etwas frickelig ist und die wir daher nicht getestet haben - wir haben uns mit den vorbereiteten Paketen begnügt.

Falsche Architektur

Angenommen wir haben jetzt das deb-Archiv zur Verfügung: opera-mobile-meego_11.00-87_i386.deb.

Möchte man das Paket nun wie gewohnt durch Anklicken oder mittels sudo dpkg -i opera-mobile-meego_11.00-87_i386.deb installieren, dann ereilt einen schnell die nächste Nachricht, dass das System (wieder mal) die falsche Architektur hat:

package architecture (i386) does not match system (amd64)

bzw.

Paket-Architektur (i386) passt nicht zum System (amd64)

Ist man sich sicher, dass alles glatt laufen wird (und das war bei uns der Fall), dann kann man dpkg mit der Option --force-architecture anweisen, diese Unstimmigkeit zu ignorieren (mehr hierzu unter [26])

$ sudo dpkg --force-architecture -i opera-mobile-meego_11.00-87_i386.deb
[sudo] password for root: 
Selecting previously deselected package opera-mobile-meego:i386.
(Reading database ... 173024 files and directories currently installed.)
Unpacking opera-mobile-meego:i386 (from opera-mobile-meego_11.00-87_i386.deb) ...
dpkg: dependency problems prevent configuration of opera-mobile-meego:i386:
 opera-mobile-meego:i386 depends on libqtcore4 (>= 4:4.7.0~beta1).
 opera-mobile-meego:i386 depends on libqtgui4 (>= 4:4.6.1).
dpkg: error processing opera-mobile-meego:i386 (--install):
 dependency problems - leaving unconfigured
Processing triggers for hicolor-icon-theme ...
Errors were encountered while processing:
 opera-mobile-meego:i386

Es bleibt jetzt noch, die fehlenden Abhängigkeiten (libqtcore4:i386 und libqtgui4:i386) aufzulösen:

sudo apt-get -f install

Ergebnis

Opera Mobile mit geöffnetem Menü und Speed Dial im Hintergrund
Die Bildschirmtastatur öffnet sich automatisch, wenn ein Textfeld angewählt wird.

Nun kann man Opera Mobile über operamobile oder über das Icon im Menü Internet starten, was dann in etwa wie im nebenstehenden Bild aussieht. Das Kontextmenü erreicht man übrigens, wenn man etwa 2 Sekunden lang den Finger liegen lässt. Außerdem scrollt man hier nicht wie üblich mit zwei Fingern, sondern nur mit einem. Den Vollbildmodus erreicht man über das Settings-Menü.

Der Browser bringt einige Vorteile mit:

  • Opera Mobile bietet eine kontextsensitive Bildschirm-Tastatur, die sich öffnet, sobald man ein Textfeld anklickt.
  • Alle Schaltflächen sind natürlich auf Fingerdruck ausgelegt und komfortabel zu bedienen.
  • Wenn mehrere Links nahe beieinander liegen und man nicht eindeutig einen davon ausgewählt hat, zoomt Opera herein und ermöglicht einem eine Auswahl unter den Kandidaten.

Negativ aufgefallen ist vor allem, dass die Tastatur riesig wirkt und man somit nicht alle häufig genutzten Tasten (insbesondere Umlaute) in einer Perspektive hat.

Handschriftliche Notizen: Xournal

Inhalt
Beschriftung

Das Programm Xournal[27] , welches man sich einfach mittels

sudo apt-get install xournal

installieren kann, bietet ein sehr intuitives Interface, um handschriftliche Notizen anzufertigen oder PDFs zu annotieren.

Die Notizen werden dabei in einer Datei mit Endung xoj abgespeichert. Möchte man ein PDF mitsamt Notizen exportieren, dann kann man dies über Datei -> Drucken -> Print to File erreichen, denn die normale Funktion File -> Export to PDF nimmt nur die Notizen mit, nicht aber die PDF-Datei, die annotiert wurde.

Bildschirm ausschalten: xset dpms force off

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Wir konnten zunächst in den Menüs von KDE nicht herausfinden, wie man mittels einer App den Bildschirm ausschaltet, was ganz nützlich wäre, wenn man das Tablet gerade nicht benötigt.

Im "Appstore" für KDE sind wir aber schnell fündig geworden: [28].

Mounten schnell gemacht

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Als Linux-Nutzer scheut man üblicherweise nicht den Kontakt zur Kommandozeile, auf einem Tablet ist allerdings jedes unnötig eingegebene Zeichen eines zuviel.

Bei uns kommen hauptsächlich zwei verschiedene Arten des Fernzugriffs auf Laufwerke vor: SSH/SFTP und Samba Shares, die mittels /etc/fstab unter /mnt/sharename (sharename sei hier ein Platzhalter für ein solches Share) gemountet werden. Wenn man letzteren Vorgang nicht schon automatisiert hat, muss man das Mounten nach jedem Start über den Befehl mount /mnt/sharename durchführen, was mit der Zeit lästig wird. Man kann dies aber einfach umgehen, indem man den Menüeditor kmenuedit startet und dort bspw. unter Dienstprogramme einen neuen Eintrag etwa mit dem beschreibenden Namen Mount sharename anlegt und als Befehl einträgt:

konsole -e mount /mnt/sharename

Man muss nun einzig das eventuell benötigte Passwort eintragen und das Share ist eingehängt.

Eine ähnlich bequeme Vorgehensweise ist auch für SSH möglich. Neben dem beliebten FTP-Client Filezilla kann man mit dem Dolphin auch ein Bordmittel von KDE benutzen. Angenommen man möchte auf dem Server mit der URL websrv.dyndns.org den SSH-Daemon ansprechen, der auf Port 32024 läuft, und direkt im Verzeichnis /home/roland ankommen, dann kann man dies mit dem folgenden Befehl direkt erreichen:

dolphin sftp://websrv.dyndns.org:32024/home/roland

Beim Ausführen des Befehls wird man nach einem Nutzer und einem Passwort gefragt, die dann im KWallet gespeichert werden. Man darf nicht traurig sein, wenn die Authentifizierung beim ersten Mal fehlschlägt. Das kann daran liegen, dass die Kommunikation mit dem KWallet nicht optimal funktioniert - einfach mal einen anderen Pfad probieren (bspw. /home) und die Verbindung sollte stehen.

Stromverbrauch und Ladedauer

Inhalt

Wir haben den Stromverbrauch mit einem üblichen Haushalts-Energiemessgerät [29] bestimmt. Dabei haben wir die folgenden Werte gemessen:

BetriebszustandLeistungsaufnahme
Nur Desktop geöffnet ca. 15W
Bildschirm aus ca. 11,5 - 12W
Volllast (siehe unten) ca. 17W
Standby (sleep) ca. 1,1W
Laden (Wetab ausgeschaltet) max. 29W
Laden (Wetab eingeschaltet) max. 40W

Nach einer vollständigen Entladung dauert es recht genau 2 Stunden, bis das Wetab wieder geladen ist - dabei ist es unerheblich, ob das Gerät läuft oder abgeschaltet ist.

Laufzeit des Wetab

Inhalt

Weiter interessierte uns, wie lange das Wetab mit einer vollen Batterieladung auskommt. Dazu haben wir zwei Skripte erstellt, von denen eines die CPU maximal auslastet und das andere nur alle 5 Minuten ein "Lebenszeichen" protokolliert.

Volllast-Test

Versuchsbedingungen

Zunächst haben wir das Wetab so voll geladen, wie es nur möglich war (Batteriestatus: 100%). Außerdem wurde der Bildschirmabschaltung/-dimmung deaktiviert. Wireless LAN war während des Versuchs aktiviert, es wurden aber keine Daten übertragen. Daraufhin starteten wir zwei Lastprozesse, welche die beiden CPUs des Wetab hinreichend auslasten:

cat /dev/urandom > /dev/null &
cat /dev/urandom > /dev/null &

Da wir nicht jede Minute nachsehen wollten, ob das Wetab noch läuft, ließen wir alle 60 Sekunden die aktuelle Uhrzeit und (aus Interesse den aktuellen Ladezustand) in eine Datei ausgeben:

filename="./"$$"_max_cpu_load.txt"
while [ true ];
do
	echo $(date)" "$(acpi) >>  $filename
	sleep 60
done

Das Präfix $$' vor dem Dateinamen ist die Bash-Variable für die aktuelle Prozess-ID und verhindert, dass man bei mehreren Messungen hintereinander, Chaos in seiner Messdatei erhält. Ferner ist das Programm acpi nicht standardmäßig bei Kubuntu installiert, ist aber (natürlich) im Paketmanagement vorhanden:

sudo apt-get install acpi

Das gesamte Skript, kann man auch direkt herunterladen: Datei:Cpu max load.sh.

Falls man die Messung abbricht, reicht es nicht, das Skript zu beenden (Ctrl+C), sondern man muss auch die beiden Hintergrundlastprozesse abschießen:

killall cat

Ergebnis

Unter den oben beschriebenen Umständen konnten wir eine Laufzeit von 2 Stunden und 40 Minuten messen, wie die Logdatei zeigt:

Sun Jan 22 10:01:01 CET 2012 Battery 0: Unknown, 99%
Sun Jan 22 10:02:01 CET 2012 Battery 0: Unknown, 99%
Sun Jan 22 10:03:01 CET 2012 Battery 0: Discharging, 99%, 03:42:34 remaining
[...]
Sun Jan 22 12:40:17 CET 2012 Battery 0: Discharging, 13%, 00:22:06 remaining
Sun Jan 22 12:41

Interessant ist, dass die Ladeanzeige anscheinend etwas zu optimistisch ist, denn in der letzten Minute vor dem "Notfall-Shutdown" hat die Akkuladung anscheinend um 13 Prozentpunkte abgebaut.

Es gibt sicherlich andere Wege die Laufzeit des Wetab zu bestimmen, indem man u.a. W-LAN-Auslastung erzeugt oder auf die Festplatte schreibt. Für eine grobe Abschätzung der Leistungsfähigkeit reichte uns unser einfaches Skript allerdings.

Minimallast-Test

Versuchsbedingungen

In diesem Test soll die maximale Laufzeit des Wetab bestimmt werden, daher wurden im Gegensatz zum vorigen Versuch alle unnötigen Stromverbraucher abgeschaltet, wodurch nebenbei bemerkt das Wetab natürlich nicht zu benutzen war:

  • W-LAN deaktiviert
  • Bildschirm sofort nach Beginn der Messung ausgeschaltet
  • 99% Ladezustand (Mehr ging nicht)
  • Automatischer Standby (sleep) nach längerer Untätigkeit deaktiviert

Da wir das Wetab nicht unnötig belasten wollten, haben wir dieses mal das Intervall, in dem ein Lebenszeichen aufgezeichnet wird auf 300 Sekunden (5 Minuten) gesetzt, ansonsten ist alles wie im vorigen Versuch:

filename="./"$$"_min_load.txt"
 
while [ true ];
do
	echo $(date)" "$(acpi) >> $filename
	sleep 300
done

Das fertige Skript ist auch hier erhältlich: Datei:Cpu min load.sh.

Ergebnis

In dieser Konfiguration erreichte das Wetab eine Laufzeit von 3 Stunden 55 Minute, wie das Logfile zeigt:

Sun Jan 22 21:34:40 CET 2012 Battery 0: Discharging, 99%, 04:18:39 remaining
Sun Jan 22 21:39:40 CET 2012 Battery 0: Discharging, 97%, 05:47:08 remaining
Sun Jan 22 21:44:40 CET 2012 Battery 0: Discharging, 96%, 05:39:22 remaining
Sun Jan 22 21:49:40 CET 2012 Battery 0: Discharging, 95%, 05:32:00 remaining
[...]
Mon Jan 23 01:19:41 CET 2012 Battery 0: Discharging, 29%, 01:29:14 remaining
Mon Jan 23 01:24:41 CET 2012 Battery 0: Discharging, 27%, 01:24:04 remaining
Mon Jan 23 01:29:41 CET 2012 Battery 0: Discharging, 26%, 01:18:46 remaining

Bemerkenswert ist hier, dass zum Zeitpunkt der Abschaltung (oder genauer gesagt: maximal 5 Minuten davor) der Akku angeblich noch zu 26% geladen war.

Nützliches Zubehör

Inhalt

Als Ergänzung zum Wetab haben wir uns die folgenden Accessoires geleistet, dabei bot uns der Wetab Community Store[30] praktisch alles, was wir brauchten:

  • Schutzhülle [31]: Dieser Softcover bietet sicherlich nicht den optimalen Schutz gegen Stöße, aber ein richtiges Hardcover war uns zu groß und zu sperrig.
  • Schutzfolie [32]: Normalerweise kann man das Wetab gerade bei abgedunkeltem Bildschirm ganz wunderbar als Spiegel verwenden :-) Diese Folie hat das Problem gemildert, sodass man nun mehr Freiheiten hat, wie man den Tablet in den Händen hält.
  • Stift/Stylus [33] von Hama: Dieser Stift kann unserer Meinung nach im Notfall hilfreich sein, ist aber für längeres Arbeiten doch etwas zu filigran. Außerdem ist es uns damit nicht besonders gut gelungen, mit der Hand zu schreiben. Ein Stylus ähnlich eines normalen Kugelschreibers ist jedoch im Allgemeinen definitiv zu empfehlen!

Bezugsquellen

Inhalt
  • Energiemessgerät mit Kostenfunktion [34]

Weblinks

Inhalt

Allgemein

  • Kubuntu Projektseite [35]
  • WeTab Firmenseite [36]
  • Teaser für WeTab mit Kubuntu 10.10 auf YouTube [37]
  • Vergleichbares Tutorial (Beachte: Der Punkt mit dem Plop-Bootmanager kann übersprungen werden!) [38]
  • Vergleich zwischen verschiedenen Annotationsprogrammen auf Wikipedia (EN) [39]

Bios:

  • Tutorial von EaSImpact (Textform) [40]
  • Bios-Update (EaSImpact auf YouTube) [41]

Kubuntu installieren:

  • Kubuntu 11.10 (CD, 64bit) [42]

OnScreen-Keyboard / Virtuelle Tastatur:

  • Florence [43]
  • Florence Installationsanleitung [44]
  • Florence während des Logins verwenden (mit gdm) [45]

UMTS:

  • WeTab-Community-Thread mit Lösungsweg [46]

HDMI:

  • WeTab-Community-Thread mit vielen Vorschlägen [47]

Programme - Firefox:

  • Speed Dial-Add-On [48]
  • Xmarks-Add-On [49]

Programme - Opera Mobile:

  • Offizielle Seite [50]
  • Blogeintrag mit zahlreichen Informationen [51]
  • Anleitung, wie man im Notfall rpm-Pakete entpackt und korrekt einbindet [52]

Programme - Xournal:

Programme - Bildschirm ausschalten:

  • Turn Off Monitor-App [54]

Stromverbrauch und Laufzeit

  • Energiemessgerät mit Kostenfunktion [55]

Persönliche Werkzeuge